Nachlese zur Wahl

Die Wahl des Kirchenvorstands letztes Jahr brachte eine Überraschung mit sich: Damit die Wahl auch diesen Namen verdient, hatte sich der Wahlvorstand erfolgreich bemüht, mehr KandidatInnen aufzustellen, als Plätze im zu wählenden Kirchenvorstand zu vergeben waren.
Dies gelang nicht bei allen Gemeinden. Oft gab es nur so viele KandidatInnen, wie Plätze. Um einen Automatismus „wer als KandidatIn vorgeschlagenen ist, sitze damit schon im Kirchenvorstand“ zu vermeiden, wurde von der Kirchenleitung ein zweites Kriterium neben der Anzahl der Stimmen eingeführt. Konkret für Wörrstadt hieß dies: Die KandidatInnen müssen unter die ersten vierzehn nach Anzahl der Stimmen kommen und zusätzlich mindestens 50% aller abgeben Stimmen erhalten. Dies bedingt, dass jede(r) Wahlberechtigte fast die komplette
Anzahl der möglichen Kreuze (14) machen muss. Leider war dies wahrscheinlich nicht allen WählerInnen bewusst.
Am Ende waren 10 Mitglieder gewählt (9 nahmen die Wahl an), 4 Sitze blieben vakant.
Außerdem wurde 2 Jugendmitglieder gewählt. Die Kandidaten auf Platz 11-14 bekamen weniger als 50% der Stimmen. Prekär dabei: Da der Vorstand, wenn auch nicht voll besetzt, aus 14 Personen besteht, müssen bei jeder Sitzung für die Beschlussfähigkeit mindestens 7 Personen anwesend sein.
Der Kirchenvorstand machte jetzt von seinem Recht Gebrauch, 6 Monate nach der Wahl 3 Mitglieder nachzuberufen. Im einzelne sind dies Harald von Lochow, Bastian Stober und Martin Hellmann, die auch für den Kirchenvorstand kandidiert hatten. Alle drei sind nun seit März diesen Jahres Mitglied des Kirchenvorstandes.

Bei der ersten Sitzung nach der Nachberufung
wurde Martin Hellmann zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Pfarrer Koch bleibt wie bisher Vorsitzender des Kirchenvorstandes.

 

Liebe Freunde der Wörrstädter Kirchenmusiken,

 

Am Karfreitag, 15. April 2022 um 15:00 Uhr führt die Wörrstädter Kantorei in der ev. Laurentiuskirche die von Gottfried August Homilius (1715 – 1784) mit Solisten und dem Barockensemble Cappella Confluentes unter der Leitung von Dekanatskantor Peter Meyer auf.

Nach einer coronabedingt langen Pause freuen wir uns sehr, in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis der Wörrstädter Kirchenmusiken e.V., wieder ein reizvolles, größeres Chorwerk aufführen zu können.

Die Werke des Bach-Schülers, langjährigen Kreuzkantors und Musikdirektors an den Dresdner Hauptkirchen, entstanden in einer Zeit zwischen den musikalischen Giganten J.S. Bach und W.A. Mozart und gerieten so für viele Jahrzehnte in Vergessenheit. Dabei wurde Homilius schon zu Lebzeiten für sein umfangreiches kirchenmusikalisches Schaffen sehr geschätzt. Seine Passionskantate „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“ lag bereits 1775 in gedruckter Form vor und frühe Aufführungen in zahlreichen deutschen Städten (Augsburg, Berlin, Breslau, Chemnitz, Frankfurt) dokumentieren die große Beliebtheit des Werks.

Homilius als Vertreter des empfindsamen Stils, strebte in seiner Musik nach Einfachheit und Natürlichkeit als bewusste Abgrenzung zur Musik des Barocks. Die ausdrucksstarken, dramatischen Arien des Oratoriums erinnern nicht selten an Opernarien. Darüber hinaus prägen große Chorszenen das Werk. Hier beschreibt und reflektiert der Chor das Passionsgeschehen aus Sicht der Gemeinde.

Freuen Sie sich auf ein eher selten aufgeführtes Passionsoratorium, dass dem breiten Publikum wahrscheinlich weniger bekannt ist als die großen Werke eines J.S. Bach – eine sehr hörenswerte Alternative!

Die Solisten der Aufführung sind Ilse Berner (Sopran), Regina Grönegreß (Alt), Ingo Wackenhut (Tenor) und Georg Christoph Peter (Bass).

Karten zum Preis von 15 € erhalten Sie an der Kasse am Eingang.

Einlass ist ab 14:15 Uhr. Bitte beachten Sie die aktuell gültigen Corona-Empfehlungen der ev. Kirchengemeinde Wörrstadt.

Viele Grüße
Peter Meyer

„Hier“ gehts zum Download des Plakates