201802.05
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Glanz und Elend der Weimarer Republik.


Das Thema unserer Exkursion am 31.01.2018 nach Frankfurt, zur Kunsthalle  „Die Schirn“. War es wirklich eine goldene Epoche in den zwanziger Jahren ? Die Zeit von 1918 bis 1933 ? Pulsierendes Leben in den Metropolen mit boomender Vergnügungsindustrie, explodierende Fortschritte in der Industrialisierung. Aber auch das  ganze Elend in den Hinterhöfen. Dargestellt auf Gemälden von u.a. Otto Dix, Georg Grozs, Rudolf Bergander oder der Illustratorin DoDo, zeigen eine neue Sachlichkeit. Ein Thema, die neue Frau mit Bubikopf, arbeitend als Stenotypistin, Akademikerin, streitbar eintretend gegen politische Bevormundung. Die heftig umstrittenen Paragrafen 175 und 218 , die Politik schwingt immer mit zur Schau. Schon das Treppenhaus zur Galerie ist mit provozierenden Plakaten tapeziert. Es erscheinen die ersten Hakenkreuze, es zeigt das beklemmende Unbehagen jener Jahre. Die Gemälde haben eine zeitlose Modernität, eine mahnende Intensität, der man sich gerade heute nicht verschließen kann. Der Besucher bekommt eine höchst spannende Lehrstunde in Geschichte.

Ja, Frankfurt ist schon ein Besuch wert. Wir planen im Sommer, bei schönem Wetter, einen weiteren Tag mit ganz viel  „Stadt“ zu verbringen.


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